Gnathologie - Visodent dentalna medicina

Gnathologie

GNATHOLOGIE UND BRUXISMUS


Die Gnathologie hat sich erst in den letzten zwei Jahrzehnten schnell entwickelt, obwohl bestimmte Erkenntnisse seit mehr als einem Jahrhundert bekannt sind und Anwendung finden. Diese Entwicklung ist auch den neurophysiologischen Untersuchungen zu verdanken, die gezeigt haben, dass Kiefer und Kiefererkrankungen mit Problemen in der Statik der Halswirbelnsäule und vielen anderen pathologischen Zuständen verbunden sind.
Das klassische Beispiel sind Spannungskopfschmerzen, die selbst nach ausführlicher Diagnostik und traditioneller Behandlung mit Schmerzmitteln erst durch eine gnathologischer Korrektur erfolgreich behandelt werden können.

Heute gibt es unterschiedliche gnathologischen Ansätzejedoch, aber alle folgen den gleichen Grundprinzipen:

– Analyse der Kieferlagen zueinander (die physiologische orthopädische Lage)
– Aufrechterhaltung der richtigen Lage nach zahnärztlicher Behandlung (sogar eine klassische Füllung kann eine kleine Veränderung der Bissflächen verursachen und somit dem sonst gesunden System schaden.
– Wiederherstellung der guten Artikulation zwischen Ober- und Unterkiefer, besonders in Fällen wenn sich das Kiefersystem nicht angepasst, was nun zu Muskelspannungen und Kieferstörungen führen kann. Um eine günstige neuromuskuläre Funktion des gesamten Systems wieder herzustellen und die Medikamentenmenge zu reduzieren, ist eine passende gnathologische Behandlung unumgänglich.

BRUXISMUS


Bruxismum oder Zähneknirschen ist meist nächtliche Aufeinanderpressen der Ober- und Unterkiefer, wobei reibende Geräusche mit einer Dauer von ein paar Sekunden enstehen. Meistens haben die Patienten morgens keine Gesundheitsprobleme, außer in extremen Bruxismusfällen wenn Schmerzen im Kiefer oder Kiefergelenk auftauchen. Trotzdem führt Bruxismus zur Schädigung der Zahnkauflächen der oberen und unteren Zahnreihe. Meistens werden die Schäden erst beim Zaharztbesuch erkannt. Bruxismus kann mit der Zeit zu ausgeprägten Zahnschäden, Schmerzen im Kiefergelenk in Extremfällen sogar zu Kopfschmerzen und schweren Gelenkdeformationen führen. Um eine solche Entwicklung zu verhindern, wird eine individuell angepasste Schiene aus hartem oder weichem Kunsstoff angefertigt und nachts zum Schutz der Zähne getragen wird.

Diese Schienen kommen auch im Rahmen der protetischen Vorbehandlung zur Anwendung, damit die Zahnbögen wieder in die richtige Position gebracht werden können.

 

BOTOX IN DER ZAHNMEDIZIN


Die Behandlung mit Botox in der Zahnmedizin (Botox® oder Dentox®) zählt zu den einfachen nichtinvasiven Eingriffen.
In den ausgewählten Muskel wird durch mehrere kleine Einstichen Botox gespritzt. Die Botox-Behandlung kann Patienten mit Kiefergelenkstörungen helfen, da dadurch bestimmte Gesichtsmuskeln gelähmt werden. Somit werden die verheerenden Folgen auf Zähne, Zahnfleisch und Gelenke reduziert das unangenehme Spannugsgefühl und Schmerzen der Gesichts- und Kaumuskulatur gelindert. Der Vorteil von Botox ist die zeitlich begrenzte Wirkung, was sehr wichtig bei starken Muskelblockaden ist. Die wiederholte Botox-Anwendung kann auch zur Muskelatrophie führen. In diesem Fall wird eine Wiederholung der Behandlung immer seltener benötigt.

ÄSTHETISCHE BEHANDLUNGEN MIT HYALURONSÄURE UND BOTOX